Foto-Tipp

Focus Stacking Special 3: Helicon Focus Pro für Aufnahmeserien zur Erweiterung der Schärfentiefe

Helicon Focus Pro

Focus Stacking Screenshot: Helicon Focus Pro - Verarbeitung einer Aufnahmeserie mit veränderten Fokus-Einstellungen zur Erweiterung der Schärfentiefe

Bei vielen professionellen Fotografen gilt Helicon Focus Pro als das derzeit beste Tool für die Verarbeitung von „Focus Stacking“ Aufnahmeserien. Das Programm ist einfach zu bedienen und bietet drei verschiedene Berechnungsmethoden zur Überblendung der Teilfotos. Zusätzlich können die Parameter für Radius und Glättung verändert werden, wobei bei feinen Details der Radius kleiner gestellt werden soll. Bilden sich Artefakte bei den Übergangsbereichen, können diese durch eine Erhöhung des Wertes für Glätten behoben werden.

Mit EUR 140,- für eine unbeschränkte Lizenz ist Helicon Focus Pro nicht gerade ein Schnäppchen, bietet allerdings verglichen mit Konkurrenzprodukten zwei besondere Ausstattungsmerkmale:

1. Retusche in Helicon Focus Pro:

Focus Stacking Screenshot: Helicon Focus Pro - Retusche des Ergebnisses einer Aufnahmeserie mit veränderten Fokus-Einstellungen zur Erweiterung der Schärfentiefe

In Helicon Focus Pro lassen sich Details aus den einzelnen Teilbildern mit dem Retusche-Werkzeug Ursprung kopieren wieder sichtbar machen. Dadurch können kleine Berechnungsfehler rasch und effizient behoben werden, weil vor allem die Auswahl der zur Korrektur notwendigen Teilbilder sehr gut gelöst wurde. Zusätzlich ist mit Klonen auch eine brauchbare Version des klassischen Kopierstempel-Werkzeugs verfügbar.

2. Zusatzmodul Helicon Remote

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Bei Helicon Focus Pro ist die tolle Tethering-Software Helicon Remote inkludiert. Wenn deine Kamera mit der Software kompatibel ist (leider nur Canon und Nikon DSLR-Kameras mit „Live-View“. Komplette Liste unter heliconsoft.com/heliconsoft-products/helicon-remote/ ), lassen sich mit diesem Programm automatisch alle notwendigen Teilfotos einer „Focus Stacking“ Aufnahmeserie erstellen, wobei der Fokus ohne manuelles Zutun bei jeder Aufnahme programmgesteuert verändert wird. Das funktionierte bei unserer Canon 450D sogar mit Spiegelvorauslösung. Dazu muss dieses Feature allerdings vor der Verbindung mit dem PC aktiviert werden. Die benötigten Aufnahmen können automatisch vom Programm berechnet werden. Zusätzlich lässt sich eine Aufnahmeserie auch mit unterschiedlich belichteten Teilaufnahmen für eine HDR-Berechnung ergänzen.

Bild-Ergebnisse von Helicon Focus Pro

Wie schon bei Photoshop waren die berechneten Bilder nicht immer fehlerfrei, immerhin waren die Ergebnisse von Helicon Focus Pro fast immer besser als bei Photoshop. Bei Fehlern kann vor allem eine Änderung der einstellbaren Berechnungsarten Methode A (g. Durchschnitt), Methode B (Tiefenkarte) oder Methode C (Pyramide) zu Verbesserungen führen, die zusätzlichen Parameter helfen manches Mal bei der Feineinstellung.

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Bestes Bildergebnis von Helicon Focus Pro – aber noch nicht retuschiert

Möchte man als Quelle RAW-Bilder verwenden, die schon vorher in einem anderen Programm entwickelt wurden, empfiehlt sich eine Umwandlung ins DNG-Format von Adobe. Zusätzlich muss die Verwendung dieses Konverters in Helicon Focus Pro aktiviert werden. RAW-Entwicklungen von anderer Software werden leider nicht immer richtig erkannt.

Das Remote-Modul von Helicon Soft bietet eine wesentliche Erleichterung bei der Erstellung von „Focus Stacking“ Aufnahmeserien. Wobei auch Schrittmotor-Antriebe für Makroschlitten angesteuert werden können. Hier sind vielleicht auch noch Verbesserungen zu erwarten: Ideal wäre eine entsprechende Steuerung, die sowohl Makroschlitten-Antrieb als auch Fokus-Einstellung so ansteuert, dass bei den einzelnen Teilbildern keine Veränderung der Motivgröße am Fotosensor eintritt. Dann wären wahrscheinlich die Bildergebnisse gänzlich fehlerfrei.

Helicon Focus Pro ist in einer 30-tägigen Testversion erhältlich, dabei werden lediglich die Bildgrößen auf die Hälfte reduziert.

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